Zahnarztpraxis  Dr. Saatjohann   Dr. Greive   J. Saatjohann    Münsterstr. 5  48612 Horstmar   Tel. 02558 627

 

 

Kann ich mein Kind vor Karies schützen?

 

Schon während der Schwangerschaft kann man die ersten Weichen für die Zahngesundheit des Kindes stellen. Sobald der erste Zahn in der Mundhöhle durchbricht, kann das Kind mit kariesverursachenden Mundhöhlenbakterien einer Bezugsperson  ( meist der Mutter ) infiziert werden. Wir  helfen Ihnen gerne einen optimalen Weg zu finden, um Ihr Kind vor Karies zu schützen.

 

 

In welchem Alter sollte man mit der Zahnpflege beginnen?

 

Gewöhnen Sie Ihr Kind sofort spielerisch mit dem Durchbruch des ersten Zahnes an eine gründliche Zahnpflege. Es gibt spezielle Kinderzahnbürsten und Kinderzahnpasta. Bis zum 2. Lebensjahr sollte einmal täglich eine erbsengroße Menge Zahnpasta  verwendet werden, da ein Großteil der Zahnpasta verschluckt wird. Ab dem 2. Lebensjahr sollte zweimal täglich mit einer erbsengroßen Menge Zahnpasta geputzt werden. Auch wenn Ihr Kind schon selbstständig putzt, sollten Sie bis zum Schulalter nochmals von allen Seiten nachputzen.

 

 

Welche Getränke verursachen keine Karies?

 

Muttermilch ist die beste Ernährung für den Säugling.

 

Falls eine Nuckelflasche verwendet wird sollte diese mit zuckerfreiem Kräutertee oder Wasser gefüllt sein. Fertigtees können häufig viel Zucker enthalten, auch Fruchtsäfte ( selbst als Schorle ) können die Milchzähne durch ihren Säuregehalt schädigen. Dauernuckeln an Flaschen die mit zucker- oder säurehaltigen Flüssigkeiten gefüllt sind, führt zu Nuckelflaschenkaries und nicht selten zum Verlust der Schneidzähne.  Mit etwa einem Jahr sollte Ihr Kind an das Trinken aus einem Becher gewöhnt  werden.

 

 

Sind Süßigkeiten verboten?

 

Auf Süßigkeiten muss Ihr Kind nicht gänzlich verzichten. Denken Sie immer daran, dass nicht die Zuckermenge ausschlaggebend ist, sondern die Zuckerimpulse. Eine größere Menge einmal täglich ist besser, als kleinere Mengen über den ganzen Tag verteilt. Es gibt weiterhin ein großes Angebot mit zuckerfreien Süßigkeiten, diese sind mit einem roten Zahnmännchen markiert.

 

 

Warum sind Fluoride wichtig?

 

Fluoride sind ein wichtiger Baustein in der Kariesprophylaxe. Fluoride sorgen für eine beschleunigte Wiedereinlagerung von Mineralien in den Zahnschmelz ( Remineralisation ), so kann eine beginnende Karies ausheilen.

 

Des weiteren verbessern sie die Säureresistenz und verhindern so das Herauslösen von Mineralien ( Demineralisation ).

 

 

Wie viel Fluorid braucht mein Kind?

 

Die empfohlene Menge hängt sehr von dem individuellen Kariesrisiko Ihres Kindes und seinem Alter ab.    Wir besprechen gerne nach einer ausführlichen Untersuchung die für Ihr Kind angepasste Dosis und Art. Als Basisprophylaxe sollten Sie fluoridiertes Speisesalz verwenden.

 

Bei einem hohen Kariesrisiko ist darüber hinaus noch die Anwendung von speziellen Lacken, Gelen oder Fluoridtabletten empfehlenswert.

Dieses sollte nur  unter Aufsicht des Zahnarztes geschehen, damit die empfohlene Tagesdosis nicht überschritten wird.

 

 

Ab wann und wie oft muss mein Kind zum Zahnarzt?

 

Regelmäßige und früh einsetzende Betreuung ist eine wichtige Voraussetzung für gesunde Zähne. Nehmen Sie Ihr Kind zu Ihrem eigenen Kontroll(!)termin mit, so kann es sich an das Praxisumfeld gewöhnen.

 

Im Alter von 2 ½ Jahren kann Ihr Kind seinen ersten eigenen Termin wahrnehmen. Spielerisch wird Ihr Kind auf die Untersuchung vorbereitet und dann sicherlich freudig zu den halbjährlichen Kontrollen erscheinen. Bei einem erhöhten Kariesrisiko entwickeln wir mit Ihnen einen individuellen Kontrollplan.

 

 

Schnuller oder Daumen?

 

In den ersten beiden Lebensjahren ist das Lutschen von Daumen und Schnuller sehr häufig, sollte aber möglichst vermieden werden. Spätestens ab dem dritten Lebensjahr ist es wichtig, dieses abzustellen, da sich sonst Zahnfehlstellungen (offener Biss) oder eine Sprachstörung entwickeln können. Dieses kann umfangreiche kieferorthopädische oder logopädische Behandlungen notwendig machen. Wir unterstützen Sie gerne um einen geeigneten Weg für die Entwöhnung zu finden.